Die meisten Recruiting-Teams halten jede Woche eine Runde zu offenen Stellen ab, und viele dieser Runden laufen aus dem Gedächtnis. Jeder Recruiter erzählt, wie es läuft, die lebhafteste Geschichte bekommt die Aufmerksamkeit, und die Kandidaten, die still festgefahren sind, kommen gar nicht zur Sprache. Ein wöchentliches Pipeline-Review funktioniert besser, wenn Sie es direkt aus Ihrem Applicant Tracking System führen: jede Woche dieselben wenigen Listen, auf Basis erfasster Daten, und jede vereinbarte Aktion wird noch vor Ende der Runde an der Stelle oder am Kandidaten festgehalten. Eine halbe Stunde reicht meist aus, und die Pipeline ist danach in besserem Zustand als vorher.
Worauf das Review schaut, unterscheidet sich je Segment. Personalvermittlungen wollen sehen, welche Kandidatenvorstellungen auf eine Antwort warten und welche Stellen keine neuen Kandidaten haben. Zeitarbeits-Teams müssen wissen, welche Schichten oder Einsätze der kommenden Woche noch nicht mit verfügbaren, geprüften Kandidaten besetzt sind. Entsendungs-Teams schauen auf Einsätze, die bald ohne Anschluss enden. Executive-Search-Beratungen prüfen, ob jede Suche im mit dem Kunden vereinbarten Tempo vorankommt. Interne Recruiting-Teams schauen, welche Hiring Manager noch Feedback schulden und welche Stellen hinter ihrem Zieldatum liegen.
Warum ein Review aus dem Gedächtnis nicht ausreicht
- Recruiter berichten über die Stellen, die gut laufen, und übergehen die, die feststecken
- Kandidaten, die auf einen Kunden oder Hiring Manager warten, geraten aus dem Blick, weil niemand für das Nachfassen verantwortlich ist
- Vereinbarungen aus der Runde landen in einem Notizbuch und sind am Ende der Woche verloren
- Teamleitungen können eine Woche nicht mit der nächsten vergleichen, weil jede Runde andere Informationen betrachtet hat
Ein brauchbares Review schaut jede Woche auf dieselben Listen, sodass Veränderungen von selbst auffallen.
Fünf Listen für jede Woche
- Stellen hinter ihrem Ziel-Besetzungsdatum — Stellen, deren Fortschritt nicht zum am ersten Tag festgelegten Ziel-Besetzungsdatum passt
- Kandidaten, die zu lange in einer Phase stehen — dieselbe Liste nach Verweildauer, die das System für seine Warnungen nutzt, die ältesten zuerst
- Kandidaten ohne nächste Aktion — aktive Kandidaten ohne nächstes Aktionsdatum oder mit einem bereits verstrichenen Datum
- Überfällige Antworten — Kandidatenvorstellungen beim Kunden und Feedback-Anfragen an Hiring Manager, deren Frist abgelaufen ist
- Stellen ohne Aktivität oder Verantwortlichen — offene Stellen ohne erfasste Aktivität in der vergangenen Woche oder ohne einen Verantwortlichen
Speichern Sie jede Liste als feste Ansicht oder als Bericht im Applicant Tracking System, jede Woche gleich gefiltert, damit niemand Folien oder Tabellen vorbereiten muss. Ist eine Liste leer, sagen Sie das und machen Sie weiter.
So nutzen Sie die halbe Stunde
- Zeigen Sie die gemeinsamen Ansichten auf dem Bildschirm; persönliche Notizen und separate Tabellen bleiben geschlossen
- Gehen Sie die Listen nacheinander durch, den ältesten Eintrag zuerst, und lassen Sie den Verantwortlichen jeder Stelle in einem Satz sagen, was als Nächstes passiert
- Erfassen Sie jede vereinbarte Aktion sofort im Applicant Tracking System, als nächste Aktion mit Datum und Person, statt in einem separaten Protokoll
- Entscheiden Sie, was endet: Eine Stelle, die nicht besetzt wird, schließen Sie mit einem dokumentierten Schließgrund, und ein Kandidat, der nicht mehr in Frage kommt, erhält eine Absage oder wird mit Grund als zurückgezogen markiert
- Schließen Sie mit den Punkten ab, bei denen die Teamleitung oder ein anderer Recruiter helfen muss, und halten Sie fest, wer sie übernimmt
Wofür das Review nicht da ist
Das wöchentliche Review ist keine Rangliste der Recruiter. Wer Menschen danach vergleicht, wie viele Kandidaten sie diese Woche verschoben haben, verleitet sie dazu, Kandidaten zu früh zu verschieben, um beschäftigt zu wirken, und das verdirbt die Pipeline-Daten für alle. Es ist auch nicht der Ort, einen einzelnen Kandidaten ausführlich zu besprechen; das gehört in die Abstimmung zu dieser Stelle. Und halten Sie die Auswahl der Listen mindestens ein Quartal lang gleich. Wer jede Woche eine neue Liste hinzufügt, kann nicht mehr erkennen, ob es besser wird.
Prüfen Sie, ob das Review wirkt
Das Applicant Tracking System liefert die Antwort aus seinen eigenen Daten: wie viele Einträge zu Beginn jedes Reviews auf jeder Liste standen, wie viele der Aktionen aus der Vorwoche fristgerecht erledigt wurden und wie sich die Zahl der Stellen hinter ihrem Zieldatum über die Wochen entwickelt. Wenden Sie dieselbe Sorgfalt an wie bei einer verlässlich gemessenen Besetzungsdauer: tatsächliche Zahlen aus Ihren eigenen Daten, die Zahl der Stellen oder Kandidaten hinter jedem Wert, eine Notiz bei jeder Filteränderung und keine allgemeinen Benchmarks, die Sie nicht prüfen können.
Wo künstliche Intelligenz helfen kann — und wo nicht
Künstliche Intelligenz kann je Stelle eine kurze Zusammenfassung vorbereiten, was sich seit der Vorwoche geändert hat, Einträge markieren, die mehrere Wochen in Folge auf den Listen stehen, oder das, was ein Recruiter in der Runde sagt, in einen Entwurf für die nächste Aktion übertragen, den der Recruiter prüft. Sie bleibt unterstützend. Künstliche Intelligenz ersetzt keine Recruiter, entscheidet nicht, welche Stellen geschlossen oder welche Kandidaten abgesagt werden, und legt nicht die Prioritäten des Teams fest. Das Applicant Tracking System hält die Listen und die Erfassung; die Entscheidungen trifft das Team.
Eine praktische Woche für den Einstieg
- Richten Sie die fünf gespeicherten Ansichten im Applicant Tracking System gemeinsam mit der Teamleitung ein, mit Filtern, auf die sich alle einigen
- Prüfen Sie, ob jede offene Stelle einen Verantwortlichen und ein Zieldatum hat und jeder aktive Kandidat ein nächstes Aktionsdatum, sonst sind die Listen unvollständig
- Planen Sie eine feste halbe Stunde am selben Wochentag ein
- Führen Sie das erste Review durch und erfassen Sie jede Aktion im Applicant Tracking System, bevor jemand den Raum verlässt
- Beginnen Sie das zweite Review mit den Aktionen der Vorwoche und prüfen Sie, welche erledigt sind
Rechnen Sie damit, dass das erste Review mehr festgefahrene Einträge zeigt, als irgendjemand erwartet hat. Genau darum geht es; nach einigen Wochen werden die Listen kürzer.
Erst die Pipeline besprechen, dann die Entscheidung erfassen
Ein wöchentliches Review hilft nur, wenn es auf erfasste Daten schaut und mit erfassten Aktionen endet. Nutzen Sie jede Woche dieselben Listen, entscheiden Sie je Eintrag, was als Nächstes passiert, und halten Sie es dort fest, wo das ganze Team es sieht. Sehen Sie sich dann das Produkt an oder buchen Sie eine Demo — wir gehen gespeicherte Pipeline-Ansichten und ein wöchentliches Review in BoldATS für Ihr Segment mit Ihnen durch.